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Selbstsicher führen, auch wenn Antworten fehlen – Ein Rückblick auf unseren PANDA NEXT LEVEL Explorationsraum mit Dr. Maria Bergler

23. Okt.
3 Min. Lesezeit

Wie kannst Du Deinem Team Orientierung geben, wenn Du selbst nicht weißt, was als Nächstes kommt?

Mit dieser Frage haben wir uns am 15. Oktober 2026 in unserem PANDA NEXT LEVEL Explorationsraum „Gestärkt in Führung gehen in unsicheren Zeiten – selbstsicher und selbstwirksam Deinen Weg gehen“ beschäftigt.

Gemeinsam mit Dr. Maria Bergler, Executive Coach und Sparringspartnerin für Führungskräfte, ging es darum, wie wir trotz Unsicherheit selbstsicher und handlungsfähig bleiben können. Mit psychologischen Hintergründen, praktischen Methoden und viel Raum für persönliche Reflexion und Austausch.




Selbstwirksamkeit: Handeln, auch wenn der Ausgang ungewiss ist


Reorganisationen, unklare Entscheidungen oder widersprüchliche Erwartungen: Gerade in Veränderungsprozessen stehen Führungskräfte häufig vor der Herausforderung, Orientierung geben zu müssen, obwohl sie selbst noch nicht alle Antworten kennen.

Maria machte deutlich, warum es in solchen Situationen hilfreich sein kann, den Blick auf die eigene Selbstwirksamkeit zu richten.

Dabei unterschied sie zwischen zwei psychologischen Konzepten:

  • der Ergebniserwartung, also dem Vertrauen in einen bestimmten Ausgang und

  • der Wirksamkeitserwartung, dem Vertrauen in die eigene Fähigkeit, eine Herausforderung bewältigen zu können.

Denn auch wenn wir nicht immer beeinflussen können, wie eine Situation ausgeht, können wir entscheiden, wie wir mit ihr umgehen.

Ein zentraler Gedanke aus der Session: Wir müssen nicht erst Sicherheit haben, um handeln zu können. Manchmal entsteht Sicherheit erst durch unser Handeln.

Selbstwirksamkeit lässt sich dabei bewusst stärken. Etwa indem wir uns an bereits gemeisterte Herausforderungen erinnern, uns an Vorbildern orientieren, das Zutrauen anderer annehmen und unsere eigenen Reaktionen auf Unsicherheit hinterfragen.

Selbstwert: Was uns trägt, wenn äußere Bestätigung fehlt

Neben der Selbstwirksamkeit ging es auch um die Frage, wie sehr wir unseren eigenen Wert von Leistung, Anerkennung oder beruflichem Erfolg abhängig machen. Gerade, wenn sich Rahmenbedingungen verändern und gewohnte Bestätigung ausbleibt, kann das verunsichern. Maria zeigte deshalb, wie wichtig ein stabiles Selbstwertgefühl ist, das nicht ausschließlich von äußeren Faktoren abhängt.

Was dabei helfen kann? Bewusst Grenzen setzen, sich nicht für alles verantwortlich fühlen und auch außerhalb des beruflichen Umfelds Menschen und Räume finden, die Kraft und neue Perspektiven geben.

Denn selbstsicher zu führen bedeutet nicht, immer alles im Griff haben zu müssen.

Vom Verstehen ins Handeln: Den eigenen Spielraum erkennen

Nach den psychologischen Impulsen ging es darum, die Erkenntnisse auf den eigenen Führungsalltag zu übertragen.

Eine der Reflexionsfragen lautete sinngemäß: Wo denke ich gerade „Ich muss“, obwohl ich eigentlich selbst entscheiden kann, was ich will?

Dieser Perspektivwechsel hilft dabei, den Blick weg von äußeren Zwängen und hin zu den eigenen Handlungsmöglichkeiten zu lenken. Im anschließenden Austausch in Zweiergruppen konnten die Teilnehmer*innen ihre persönlichen Herausforderungen reflektieren, neue Perspektiven kennenlernen und konkrete nächste Schritte entwickeln. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll es sein kann, sich mit anderen Frauen über ähnliche Erfahrungen auszutauschen. Nicht, um sofort für alles eine Lösung zu finden, sondern um sich gegenseitig neue Denkanstöße und Rückenwind zu geben.

Was wir aus dem Explorationsraum mitnehmen

Selbstwirksamkeit bedeutet nicht, immer alle Antworten zu kennen oder jede Situation kontrollieren zu können. Sondern darauf zu vertrauen, dass wir auch unter unsicheren Bedingungen unseren nächsten Schritt selbst gestalten können.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, im Alltag öfter innezuhalten und sich zu fragen:

  • Welche Herausforderungen habe ich bereits gemeistert und was hat mir damals geholfen?

  • Wo mache ich meinen eigenen Wert zu sehr von Leistung oder Anerkennung abhängig?

  • Und welchen nächsten Schritt kann ich schon heute gehen, auch wenn noch nicht alles klar ist?

Ein großes Dankeschön an Dr. Maria Bergler für die wertvollen Impulse, die praxisnahen Methoden und den Raum zur Reflexion. Und natürlich an alle Teilnehmer*innen für Eure Offenheit, Eure Perspektiven und den gemeinsamen Austausch! Denn manchmal beginnt neue Sicherheit genau dort, wo wir den Mut finden, ins Handeln zu kommen.

 
 
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