Das „Geschiss“ um die Vereinbarkeit


Interview mit PANDA-Gründerin Isabelle Hoyer

Veröffentlicht am 12/05/2016 auf frau-frei-und.de

Nochmal zurück zu Panda. Ich habe gelesen, dass Du den Contest ins Leben gerufen hast, weil Du als Mutter von zwei Kindern “einen Weg für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie finden” musstest. Stimmt das?

Das ist weniger der eigentliche Grund als meine persönliche Verbindung zum Thema.

Familie haben und seinen Lebensunterhalt verdienen: Egal, ob das nun das eigene Lebensmodell ist – das ist doch so ziemlich das Normalste der Welt. Pardon für die Wortwahl, aber: Warum wird hierzulande darum so ein Geschiss gemacht?! Warum gibt es keine ausreichende Kinderbetreuung? Warum führt es bei Frauen wie Männern im Beruf zu erheblicher Irritation wenn sie a) mit Kindern ganz normal arbeiten oder b) sich mehr Zeit für Familie nehmen wollen? Warum sind so wenige Frauen in Führungspositionen? Warum müssen sie sich blöde Sprüche anhören, wenn sie es sind?

Alles, was in meiner (Ost-)Kindheit total normal war, war bei meinem (West-)Berufseinstieg plötzlich entweder wahnsinnig schwierig oder total exotisch. Ich dachte, ich ziehe um – dabei hab ich eine Zeitreise angetreten. Keine Kinderkrippe im Ort, also fünf Jahre lang fast vier Stunden Fahrtzeit pro Tag zur Uni und zurück, mit Umweg über die Kinderkrippe. Dort regelmäßig für 25 Leute kochen. In den Ferien war die Krippe vier Wochen geschlossen. Meine Mutter konnte es regelmäßig nicht fassen, wenn ich ihr das erzählt habe. 🙂

Den kompletten Artikel findet ihr hier.